Weltcup-News
Super Team - spannend und chaotisch
Gold für Österreich, gutes Schweizer Super Team
Den Abschluß der olympischen SkiGoldsprung-Wettbewerbe bildete am Montag der neu ins Programm aufgenommene Super-Team-Wettkampf anstelle des traditionellen Vierer-Teams. Insgesamt 17 Teams bestehend aus je zwei Athleten traten an im Kampf um die Medaillen.
Nach dem ersten Durchgang mussten sich bereits die Teams aus Estland, der Ukraine, Türkei, China und Rumänien verabschieden. Es entwickelte sich ein spannender Wettkampf, in dem von Beginn an die bisher medaillenlosen Österreicher dominierten. Dahinter ging es sehr eng zu mit immer wieder wechselnden Platzierungen. Beim Super-Team gibt es eigentlich drei Durchgänge mit den besten acht Teams in der letzten Runde. Neben den "großen" Teams schafften es auch die Schweiz und die USA unter die Top Acht. In diesem dritten Durchgang fing dann das Chaos an. Als nur noch fünf Springer auf ihren Start warteten, begann plötzlich heftiger Schneefall und nach einiger Verwirrung wurde der Wettkampf abgebrochen und das Ergebnis nach dem zweiten Durchgang zählte.
Domen holt "sein" Einzelgold, Ilya Mizernykh top ten

Die Goldmedaille von der großen Schanze in Predazzo gewann dann doch der große Favorit Domen Prevc. Silber und Bronze - ihre jeweils zweite Einzelmedaille - gewannen Ren Nikaido und Kacper Tomasiak. Nach einem Durchgang lag Ren Nikaido mit 140 Metern ganz vorne. Domen Prevc war Zweiter mit seiner Weite von 138,5 Metern. Im Finale war der Slowene dann der Bessere mit dem weitesten Sprung auf 141,5 Meter. Der Japaner landete bei 136,5 Metern und fiel damit um 6,8 Punkte hinter Domen zurück. Eine super Leistung lieferte wieder der junge Pole Kacper Tomasiak mit 133 und 138,5 Metern ab, der sich noch vom vierten auf den Bronzerang verbesserte. Leidtragender war Kristoffer Eriksen Sundal, der dann Vierter wurde.
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Überraschende Medaillenvergabe auf der Normalschanze
Philipp Raimund - Olympiasieger! Silber für Kacper Tomasiak, Bronze für Gregor Deschwanden und Ren Nikaido

Der Olympiasieger von der Normalschanze in Predazzo heißt Philipp Raimund. Der DSV-Athlet überzeugte bereits im Training und hatte im Wettkampf zweimal die besten Sprünge. Für seine Weiten von 102 und 106,5 Meter erhielt der Oberstdorfer 274,1 Punkte - und Gold! Der erst 18jährige Pole Kacper Tomasiak bewies Nervenstärke und gewann sensationell die Silbermedaille. Er landete bei 103 und 107 Metern und hatte auf den Sieg lediglich 3,4 Punkte Rückstand. Die Bronzemedaille wurde gleich zweimal vergeben. Gregor Deschwanden und Ren Nikaido waren am Ende punktgleich und durften sich gemeinsam freuen. Für den Schweizer lief es in dieser Saison bisher noch nicht so richtig, dafür revanchierte er sich beim wichtigsten Wettkampf der Saison. Der Japaner Ren Nikaido ist der einzige der Medaillengewinner, der bereits einen Weltcupsieg zu Buche stehen hat, den er sich in Innsbruck bei der Vierschanzentournee holte.
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Gold für Slowenien im Mixed-Team, Finnland, USA und China im Finale

Diese drei Olympischen Medaillengewinnerinen im Mixed-Team standen bereits in Willingen gemeinsam auf dem Podest
Die dritte und letzte Entscheidung bei den Olympischen Spielen von der Normalschanze fiel heute mit dem Mixed-Team-Wettkampf, dem sich 12 Teams stellten. Slowenien revanchierte sich für die nicht ganz nach Plan aufgegangenen Einzelentscheidungen und wurde im Mixed-Team Olympiasieger. Nika Vodan, Anze Lanisek, Nika Prevc und Domen Prevc erkämpften sich die Goldmedaille mit 1069,2 Punkten. 30,9 Punkte weniger auf ihrem Konto hatten die Norweger mit der Olympiasiegerin Anna Odine Stroem, Kristoffer Sundal, Eirin Maria Kvandal und Marius Lindvik.
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Top Ten für Vladimir Zografski bei Sieg von Domen Prevc in Willingen
Den Samstagswettkampf der Herren in Willingen entschied wieder einmal Domen Prevc für sich, der im zweiten Durchgang einen massiven Sprung auf 155 Meter zu Tale zauberte. Der Slowene siegte mit 22 Punkten Vorsprung. Zweiter wurde Ren Nikaido aus Japan vor einem wiedererstarkten Karl Geiger. Der Oberstdorfer zeigte zwei Supersprünge auf 140,5 und 142 Meter und freute sich mit dem Publikum unbändig über seinen Podestplatz. Auch Andreas Wellinger, der hinter Felix Hoffman und Manuel Fettner guter Sechster wurde, ist wieder im Aufwind.
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