Japan feiert Skiflug-Gold, Domen bringt Slowenien um Medaille
Zum Abschluß der Skiflug-Weltmeisterschaft in Oberstdorf gab es heute ein denkwürdiges und kurioses Teamspringen. Ausgerechnet dem überlegenen Weltmeister Domen Prevc passierte, kurz bevor er an der Reihe war, ein Missgeschick. Seine Ski machten sich ohne Piloten auf den Weg ins Tal und räumten dabei beinahe Marius Lindvik ab, der bereit zum Abflug auf dem Balken saß. Es folgte Verwirrung und Chaos ringsum, und ehe Ersatzski wieder zur Stelle waren, war der Durchgang vorbei und Domen der verspätete Start verwehrt. Das Chaos zog sich bis zum Start des zweiten Durchgangs, den Slowenien als Achte dennoch erreichte. Doch als Timi Zajc springen wollte, wurde er zurückgeschickt und dann doch wiedergeholt. Slowenien sprang also trotzdem und beendete den Wettkampf punktgleich mit der Schweiz auf Rang sechs - mit einem Sprung weniger!
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Domen Prevc natürlich Skiflugweltmeister, Antti Aalto guter Elfter
Nach zwei Weltcups in Sapporo, die beide an Domen Prevc gingen und mit Podestplätzen zu Hause für Naoki Nakamura, Ren Nikaido und Ryoyu Kobayashi endeten, ging es weiter mit dem zweiten Highlight der Saison - der Skiflugweltmeisterschaft in Oberstdorf.
Auch hier zeigte sich wieder, dass an Domen, vor allem beim Skifliegen, kein Vorbeikommen ist. Domen machte Prevc-things, ebenso wie seine Schwester Nika in Asien.
Domen trotzte den teils herausfordernden Verhältnissen, selbst wenn er nach dem ersten Durchgang nach Coachrequest ganz knapp nicht vorne war. Doch bereits mit dem zweiten Flug auf 224,5 Meter rückte der Slowene alles wieder gerade und führte mit 14 Punkten. Im dritten Durchgang am nächsten Tag gelang ihm dann ein überragender Flug auf die Höchstweite dieser WM von 232 Metern, womit er seine Führung locker ausbaute. Zum Abschluß sicherte Domen seinen Titel mit 222,5 Metern und wurde verdienter Skiflugweltmeister mit einem Vorsprung von 59,5 Punkten!
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Superteam der Ukraine super gut, Österreich siegt überlegen

In Zakopane traten heute 14 Mannschaften an im Kampf um den Sieg im Super-Team-Wettkampf, der ja auch anstelle eines "normalen" Teamspringens bei den Olympischen Spielen ausgetragen wird. Ein Team besteht aus zwei Athleten, die in drei Durchgängen springen, wobei aus 14 Teams erst 12, dann im letzten Durchgang nur noch 8 Teams werden.
Gleich zu Beginn musste Italien wegen Disqualifikation von Francesco Cecon die Segel streichen, dann konnte Kasachsthan ohne Ilya Mizernykh nicht mithalten. Im zweiten Durchgang fielen dann die beiden Türken raus, die hier eigentlich gute Sprünge ablieferten, jedoch in der Qualifikation für den Einzelwettkampf als Einzige durchfielen. Japan, lediglich mit Junshiro Kobayashi und Tomofumi Naito, Frankreich und die USA schafften es ebenso nicht in den Finaldurchgang.
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Slowenischer Sieg in Zakopane, Antti Aalto Top Ten
Im dichten Schneetreiben von Zakopane musste man heute unbedingt auch das Glück auf seiner Seite haben. Der Sieg ging wieder an Slowenien, doch nicht der Vierschanzentourneesieger Domen Prevc, sondern Anze Lanisek durfte am meisten jubeln. Er landete bei 138 und 137 Metern und gewann mit 278,1 Punkten. Zweiter wurde Jan Hörl, der mit 145,5 Metern im ersten Sprung die Tagesbestweite erreichte und der am Ende 13,3 Punkte weniger als Lanisek zu Buche stehen hatte. Manuel Fettner, der die Qualifikation gestern gewann, durfte kurz von seinem ersten Weltcupsieg träumen, doch er konnte als Dritter, nur zwei Punkte hinter seinem Teamkollegen, auf dem Podest stehen.
Der zweite Durchgang wirbelte das Ergebnis des ersten großteils komplett durcheinander. So war Johann Andre Forfang, der Beste im Probesprung, nach Durchgang eins lediglich 30., doch im Finale landete er erst bei 140 Metern und kletterte damit insgesamt um 24 Ränge noch bis auf den 6. Platz. Damit war er nicht einmal bester Norweger, denn Marius Lindvik verfehlte als Vierter das erste norwegische Podest der Saison nur knapp.
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Domen Prevc, Zweiter in Bischofshofen, gewinnt überlegen die Tournee
Vladimir Zografski und Sandro Hauswirth mit beeindruckender Leistung


Am letzten Tag der Vierschanzentournee stand in Bischofshofen diesmal nicht Domen Prevc als Tagessieger ganz oben, sondern Daniel Tschofenig. Der Titelverteidiger, der 146,5 und 140,5 Meter weit sprang, gewann doch etwas überraschend. Damit schickte der Österreicher Domen Prevc, der bei 138 und 138,5 Metern landete, um 4,1 Punkte auf Rang zwei. Dritter der Tageswertung wurde Ryoyu Kobayashi, dem auf Rang zwei lediglich 0,2 Punkte fehlten. Felix Hoffmann wurde 10., Philipp Raimund 12., beide leicht angeschlagen.
Bereits vor dem letzten Wettkampf hatte Domen Prevc schon sicheren Vorsprung, um die Tournee zu gewinnen. Der Slowene ließ sich auch nicht beirren und gewann mit insgesamt 1195,6 Punkten 10 Jahre nach dem Sieg seines Bruders Peter die Vierschanzentournee. Zweiter wurde Jan Hörl, der bereits 42,3 Punkte Rückstand hatte. Als Dritter stand mit dem erst 19jährigen Stephan Embacher der nächste Österreicher auf dem Podest.
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