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Vladimir Zografski springt gute Qualifikation in Zakopane

Nach der Skiflug-Weltmeisterschaft in Oberstdorf kehrt für die Springer für zwei Wochenenden wieder der Alltag ein, bevor mit den Olympischen Winterspielen der absolute Höhepunkt erreicht wird.
Am Freitagabend konnten die polnischen Fans ihre Helden, allen voran natürlich Kamil Stoch, bei der Qualifikation in Zakopane schon einmal ausgiebig feiern. Der Tourneesieger und zweifache Medaillengewinner des Skifliegens gewann auch vor heimischem Publikum die Qualifikation überlegen. Sein Sprung von 137 Metern brachte ihm 160,4 Punkte und damit mehr als 10 Punkte Vorsprung auf Markus Eisenbichler ein, der nur einen halben Meter kürzer sprang. Dritter wurde Richard Freitag vor Dawid Kubacki. Die größte Überraschung des Tages war aber wohl der 19jährige Norweger Marius Lindvik, der schon im Training überragend sprang und mit 140 Metern sogar den Schanzenrekord um einen halben Meter übertraf. In der Qualifikation flog er auf 138,5 Meter und belegte Rang fünf.
Daniela Haralambie so gut wie noch nie - Maren Lundby setzt Siegesserie fort

Zum Abschluß der Wettkämpfe der Damen in Japan fand in Zao ein weiterer Weltcup statt. Daniela Haralambie aus Rumänien verpaßte dabei die Top Ten nur knapp, doch konnte sie mit dem 11. Rang ihr mit Abstand bestes Ergebnis im Weltcup verbuchen.
Maren Lundby jedoch war erneut nicht zu stoppen. Die Norwegerin siegte auch bei heftigem Schneetreiben und widrigen Bedingungen überlegen. Sie erhielt 245,9 Punkte für ihre Sprünge auf 97 und 101 Meter. Zur Freude der zahlreichen japanischen Zuschauer belegten Yuki Ito und Sara Takanashi die übrigen Podestplätze. Yuki Ito sprang 90,5 und 91,5 Meter weit und wurde mit 215,7 Punkten Zweite. Nur drei Zehntel weniger bekam Sara Takanashi für ihre Sprünge auf 89 und 91 Meter.
Norwegen auch Skiflug-Weltmeister im Team
Foto: Daniela Richter
Die fliegenden Norweger sicherten sich bei den Skiflugweltmeisterschaften in Oberstdorf am Sonntag erwartungsgemäß auch den Titel im Team. Hinter ihnen ging es für Slowenien, Polen, Deutschland und Österreich um die restlichen beiden Medaillen. In der Dreiklassengesellschaft kämpften dann die Schweiz, Russland und Finnland eigentlich nur noch darum, nicht Letzter zu werden. Da nur acht Teams am Start waren, musste auch keins ausscheiden.
Die Wikinger von Alex Stöckl, nämlich Robert Johansson, Andreas Stjernen, Johann Andre Forfang und Einzelweltmeister Daniel Andre Tande flogen mit insgesamt 1662,2 Punkten einem ungefährdeten Sieg entgegen. Damit wurden sie ihrer Favoritenrolle gerecht und wiederholten ihren Sieg von vor zwei Jahren. Den weitesten Flug des Tages zeigte Andreas Stjernen mit 231 Metern.
Mit 1615,8 Punkten sicherte sich etwas überraschend Slowenien die Silbermedaille. Hier hatte Anze Semenic mit 220,5 Metern den besten Versuch, doch Jernej Damjan stand ihm mit 220 Metern nicht viel nach. Auch Domen Prevc gelangen zwei richtig gute Flüge, sein Bruder Peter war nicht ganz zufrieden. Doch am Ende gab es Silber für Slowenien.


Foto: Daniela Richter