Weltcup-News
Drei Russen unter den besten Dreißig bei Skiflug-WM

Nachdem gestern in Oberstdorf nach einem Trainingsdurchgang Schluss war, wurden heute bei besseren, wenn auch ziemlich wechselnden Bedingungen, sowohl die Qualifikation als auch die ersten beiden Durchgänge der Skiflug-Weltmeisterschaft ausgetragen.
Dabei erwiesen sich wieder einmal die Norweger als die besten Flieger. Doch auch die Vertreter der kleineren Nationen mischten gut mit, natürlich auch dank des WM-Modus, nach dem nur je vier Teilnehmer ihr Land vertreten dürfen. So schafften es alle vier russischen Sportler in den Wettkampf und drei von ihnen dürfen sogar morgen im dritten und vierten Durchgang antreten. Bester Vertreter Russlands ist momentan Denis Kornilov, der mit Weiten von 188 und 183,5 Metern auf dem 21. Platz liegt. Alexey Romashov kam auf 184 und 191 Meter und ist derzeit 25. Auch Mikhail Nazarov rutschte gerade noch in die weiteren Durchgänge, da Michael Hayböck bei der Landung seines ersten Sprungs stürzte und im zweiten Durchgang nicht mehr antrat. So rückte Nazarov als eigentlich 31. für ihn nach und belegt nach zwei Durchgängen den 30. Platz.
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Zuviel Wind am Kulm - kein Skifliegen möglich

Foto: Elfi Albin
Heute machte der Wind den Skispringern einen Strich durch die Rechnung. Entgegen der Wettervoraussage nahm er nicht ab, sondern zu, so daß sich die Jury entschied, den Wettkampf abzusagen. Zuvor war bereits die Qualifikation mehrfach verschoben und dann entschieden worden, alle Starter im Wettkampf antreten zu lassen. Doch auch dies war nach mehreren Verschiebungen nicht möglich und auch im Hinblick auf die Lichtverhältnisse gab es keine andere Lösung als eine Absage. Die Sicherheit der Springer geht natürlich immer vor und es stehen ja noch einige große Ereignisse bevor.
Sie fliegen wieder! Dimitry Vassiliev bester Außenseiter der Qualifikation

Nach der strapaziösen Vierschanzentournee hatten die Skispringer nicht viel Zeit zur Erholung, denn jetzt folgen zwei anspruchsvolle Wochenenden, bei denen endlich wieder geflogen wird. Den Anfang machen die Wettkämpfe am Kulm in Bad Mitterndorf, ehe die Skiflug-Weltmeisterschaft in Oberstdorf auf dem Plan steht.
Bei besten Bedingungen konnten heute am Kulm zwei Trainingsdurchgänge sowie die Qualifikation durchgeführt werden. Dabei bewies wieder einmal Dimitry Vassiliev aus Russland seine Fliegerqualitäten. Mit seinem Versuch auf 201 Meter und Platz 24 wurde er bester Außenseiter. Sein Teamkollege Mikhail Nazarov kam zwar nur auf 179 Meter, doch das reichte als 38. ebenfalls noch zum Erreichen des Wettkampfs morgen. Auch Kevin Bickner aus den USA zeigte in der vergangenen Saison schon, dass er fliegen kann. Am Kulm kam er auf 191 Meter und Rang 30 und ist damit klar für morgen. Auch die beiden Italiener Sebastian Colloredo und Alex Insam konnten sich als 37. bzw. 38. für den Wettkampf qualifizieren. Für Janne Ahonen, den einzigen Finnen am Start, reichte es als 40. und Letzter gerade zum Einzug in den Wettkampf. Einziger Schweizer in Fluglaune war Simon Amman, der mit 214 Metern den siebenten Rang erreichte. Andreas Schuler, Gregor Deschwanden und Killian Peier müssen morgen zuschauen.
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Simon Ammann auf Podest bei norwegischem Doppelsieg

Der erste Skiflugwettkampf der Saison am Kulm in Österreich war ein Tag für die Norweger. Andreas Stjernen durfte mit Flügen auf 229 und 226 Meter sowie 407,6 Punkten seinen ersten Weltcupsieg feiern. Zweiter wurde Teamkollege Daniel Andre Tande, der auf 210,5 sowie auf die Tageshöchstweite von 240,5 Meter und 405,1 Punkte kam. Doch die Überraschung dürfte wohl der Schweizer Simon Ammann gewesen sein, der seine erste Podestplatzierung seit März 2015 in Kuopio holte, wo er ebenfalls Dritter wurde. Ammann bekam 399,9 Punkte für seine Flüge auf 218 und 227,5 Meter, womit er den nächsten starken Norweger, Robert Johansson, in Schach halten konnte. Der unverwüstliche Noriaki Kasai sowie Peter Prevc folgten auf den Plätzen.
Eine weitere Überraschung gelang dem Tschechen Cestmir Kozisek, der als 13. nicht nur ersten Weltcuppunkte dieser Saison holen konnte, sondern auch seine bisher beste Platzierung erreichte. Interessant ist übrigens, dass er alle seine bisherigen Weltcuppunkte bei Skiflugveranstaltungen sammelte.
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König Kamil macht den Grand Slam perfekt - Kevin Bickner mit guter Leistung in Bischofshofen

Vor dem abschließenden Wettkampf der Vierschanzentournee stand Kamil Stoch als Gesamtsieger ja praktisch schon fest, doch die spannende Frage war, ob er es schafft, mit Sven Hannawald gleichzuziehen und alle vier Stationen zu gewinnen. Und er schaffte es wirklich!
Kamil Stoch, der bereits nach seinen 132,5 Metern im ersten Durchgang führte, behielt die Nerven und landete im Finale bei 137 Metern. 275,6 Punkte bedeuteten Tagessieg Nummer vier. Er sank in den Schnee und die ganze Anspannung konnte von ihm abfallen. Anschließend nahm er die Gratulation von Sven Hannawald entgegen, der nun Gesellschaft in seinem exklusiven Club bekommen hat.
Der Norweger Anders Fannemel machte es Kamil Stoch jedoch nicht leicht, er mußte sich nach seinen Sprüngen von 130 und 139 Metern nur um 3,2 Punkte geschlagen geben. Damit errang er nach Garmisch-Partenkirchen seine zweite Podestplatzierung und wurde in der Gesamtwertung Dritter. Andreas Wellinger sprang 129 und 139,5 Meter weit, bekam 270,5 Punkte und wurde Dritter der Tageswertung. Insgesamt landete er hinter König Kamil auf dem zweiten Platz der Tournee und das, obwohl er in den ersten beiden Stationen nur die Plätze 10 und 11 belegte.

