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Emotionaler Sieg für Daniel Andre Tande, Gregor Deschwanden Zwölfter

In einem spannenden letzten Wettkampf der Raw Air am Holmenkollen in Oslo gewann ein sehr bewegter Daniel Andre Tande seinen ersten Weltcup nach dem bösen Sturz vor elf Monaten. Nach dem ersten Durchgang und 128,5 Metern lag Tande auf dem vierten Platz, legte im Finale 133,5 Meter nach und siegte mit 271,2 Punkten. Als sein Sieg feststand, spiegelte sich Ungläubigkeit auf seinem Gesicht und dann blieb kaum ein Auge trocken.
"Ich hatte nicht erwartet, diesen Winter in die Nähe des Podiums zu kommen. Es war schon verrückt genug, dass ich in Klingenthal Zweiter geworden bin. Aber zu Hause am Holmenkollen zu gewinnen, ich glaube es gibt nichts besseres."
Den zweiten Platz im heutigen Wettkampf sicherte sich Anze Lanisek. Der Slowene erhielt 267,1 Punkt für seine Sprünge auf 130,5 und 131 Meter. Damit kletterte er noch von Rang 7 bis auf das Podest. Nur 0,2 Punkte hinter dem Slowenen wurde Stefan Kraft, der 131,5 und 128 Meter weit sprang, Dritter. Damit sicherte sich der Österreicher zum zweiten Mal nach 2017 die Schale der Raw Air und die satte Siegerprämie. Markus Eisenbichler und Karl Geiger belegten heute die Plätze vier und fünf. Pech hatte Kamil Stoch, der nach dem ersten Durchgang in Führung lag, doch mit seinem zweiten Sprung bis auf Platz 15 durchgereicht wurde.
JWM: Gold für Teams aus Slowenien und Österreich, Frankreich im Mixed Fünfte

Nach den Einzelwettkämpfen für die jungen Damen und Herren waren nun die Teamwettkämpfe einschließlich Mixed-Team an der Reihe. Die Titel im Einzel gingen Damen souverän an Nika Prevc und Daniel Tschofenig und ebenso erwiesen sich im Team auch Slowenien und Österreich als die besten Mannschaften.
Die Goldmedaille bei den Damen holten sich die Sloweninnen. Jerneja Repinc Zupancic, Lara Logar, Taja Bodlaj und natürlich Nika Prevc siegten klar mit 888,5 Punkten. Silber holte sich das japanische Team, das mit 784,0 Punkten schon mit über 100 Punkten im Rückstand lag. Die Bronzemedaille verdienten sich die DSV-Vertreterinnen, die mit Christina Feicht, Anna-Fay Scharfenberg, Pia Lilian Kübler und Michelle Göbel antraten, mit 765,5 Punkten. Auf den Plätzen folgten die Teams aus Österreich und Norwegen. Die US-Amerikanischen Damen landeten auf Rang 6 vor Italien und Polen.
Tag der Norweger am Holmenkollen, nichts für Außenseiter
Der Sonnabend am Holmenkollen in Oslo stand ganz im Zeichen der Norweger. Mittags durfte Silje Opseth ihren ersten Weltcupsieg feiern und abends stand Marius Lindvik ganz oben auf dem Podest. Außerdem fand sich eine ganze Reihe seiner norwegischen Landsleute im oberen Teil der Resultatliste wieder.
Marius Lindvik siegte mit 270,4 Punkten für seine Sprünge auf 129 und 131 Meter. Für den DSV war es diesmal Markus Eisenbichler, der auf das Podest steigen durfte. Seine Weiten von zweimal 130 Metern und 268,8 Punkten brachten ihn auf den zweiten Rang. Robert Johansson wurde mit 267,7 Punkten für Weiten von 128,5 und 131 Metern Dritter. Die starke norwegische Teamleistug komplettierte Daniel Andre Tande als Vierter. Mit Fredrik Villumstad und Johann Andre Forfang als 9. und 10. rangierten sich zwei weitere Norweger unter den besten Zehn ein.

