Marius Lindvik schlägt die Favoriten beim Neujahrsspringen

Kategorie: News Weltcup Veröffentlicht: Mittwoch, 01. Januar 2020 Geschrieben von Bärbel Schulze

 

Der erste Tag des neuen Jahres brachte den Fans ein äußerst spannendes Neujahrsspringen und einen doch etwas überraschenden Sieger. In Garmisch-Partenkirchen konnte der 21jährige Norweger Marius Lindvik ausgerechnet beim berühmtesten Springen der Vierschanzentournee seinen ersten Weltcupsieg feiern. Den Grundstock dazu legte er schon im ersten Durchgang mit einem sensationellen Satz auf 143,5 Meter, die die Einstellung des Schanzenrekords bedeuteten. Damit hatte er bereits einen guten Vorsprung auf Dawid Kubacki, Karl Geiger und Ryoyu Kobayashi. Im zweiten Durchgang sprang er bei nicht so perfekten Bedingungen auf 136 Meter und gewann mit insgesamt 289,8 Punkten.
Wie bereits in Oberstdorf sprang Karl Geiger auf den zweiten Platz. Für seine Weiten von 132 und 141,5 Meter bekam er 285,0 Punkte. Damit festigte er auch seinen zweiten Platz in der Tourneewertung. Auch Dawid Kubacki gewöhnt sich langsam an das Podest, er belegte mit 284,0 Punkten für seine Sprünge auf 137 und 139,5 Meter wieder den dritten Rang, den er auch in der Gesamtwertung innehat. Für Ryoyu Kobayashi, den Auftaktsieger, blieb trotz seiner Weiten von 132 und 141 Metern diesmal nur der vierte Platz. Doch die Gesamtwertung der Tournee führt er weiterhin an, wenn auch seine Verfolger aufgeholt haben und mit Marius Lindvik ein neuer Kandidat dazugekommen ist. Karl Geiger hat vor den beiden abschließenden Wettkämpfen nur noch einen Rückstand von 6,3 Punkten, Dawid Kubacki liegt 8,5 Punkte zurück. Diese geringen Abstände garantieren spannende weitere Wettbewerbe.

Unter den zehn Besten gab es heute noch mehr Überraschungen. So war der fünfte Platz von Daiki Ito nicht unbedingt zu erwarten. Doch in dieser Saison scheint er sich wieder im Vorderfeld zu stabilisieren. Sehr erfreulich war heute auch der achte Rang des Tschechen Roman Koudelka, der seine Leistung auch gebührend bejubelte. Der Schweizer Killian Peier verpaßte als 11. die Top Ten nur knapp. Sein Teamkollege Simon Ammann wurde 24. Evgeniy Klimov aus Russland, der als Lucky Loser in den Finaldurchgang einziehen konnte, belegte am Ende Platz 22. Eine Überraschung gelang auch dem mittlerweile langhaarigen US-Amerikaner Kevin Bickner, der ebenfalls als Lucky Loser den zweiten Durchgang erreichte und 26. wurde.
Nach einem Ruhetag zieht die Tournee-Karawane nun weiter nach Österreich, wo am 3. Januar die Qualifikation für den Wettbewerb in Innsbruck stattfindet.

Offizielles Ergebnis Wettkampf
Aktueller Stand Tournee
Aktueller Stand Weltcup

 

 

 

 

 

 

 

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