Historischer Sieg für Evgeniy Klimov und Russland

Kategorie: News Weltcup Veröffentlicht: Sonntag, 18. November 2018 Geschrieben von Bärbel Schulze

Evgeniy Klimov hat heute Geschichte geschrieben. Zum Auftakt der Saison in Wisla errang er seinen ersten Weltcupsieg; doch damit nicht genug, es war sogar der erste Sieg in der Geschichte des Skispringens für Russland! Der 24jährige Athlet aus Perm machte genau dort weiter, wo er im Sommer aufgehört hatte. Nach seinem Sieg im Sommer Grand Prix bewies er auch im ersten Winterwettkampf, daß man ihn in dieser Saison auf der Rechnung haben sollte. Ausgerechnet in Wisla, in der Heimat der starken polnischen Springer, in der die Fans einen Sieg ihres Volkshelden Kamil Stoch sehen wollten, erwies sich der Russe als der Stärkste. Bereits nach seinem Sprung auf 127,5 Meter im ersten Durchgang lag er in Führung, jedoch lediglich zwei Punkte vor Kamil Stoch. Bei diesmal wirklich winterlichen Verhältnissen mit Schnee und wechselnden Winden hatten es die Springer nicht einfach und einige große Namen mußten dem Tribut zollen. Doch auch im Finaldurchgang ließ sich Klimov nicht beirren und zeigte mit 131,5 Metern wieder den besten Sprung. Er siegte souverän mit 263,4 Punkten.

Auf dem zweiten Platz landete nach einem starken zweiten Sprung von 130,5 Metern der Willinger Stephan Leyhe, der sich damit nach dem 6. Platz mit 124,5 Metern mit insgesamt 256,7 Punkten noch bis auf das Podest nach vorne schieben konnte. Damit durfte er sich ebenfalls über das bisher beste Ergebnis seiner Karriere freuen.

Auch der Japaner Ryoyu Kobayashi stand heute zum ersten Mal auf dem Podest, nachdem im vorigen Jahr sein Bruder Junshiro den Wettkampf in Wisla gewann. Ryoyu sprang im ersten Durchgang auf die Tagesbestweite von 137,5 Metern, hatte dabei jedoch ordentliche Windunterstützung, und konnte im Finale 127 Meter abliefern. Damit hatte er 255,6 Punkte auf seinem Konto, die knapp zum dritten Rang reichten. Denn Kamil Stoch mußte sich mit 0,3 Punkten Rückstand und dem vierten Platz zufriedengeben.

Hinter dem jungen Slowenen Timi Zajc und dem Polen Piotr Zyla gab es mit Antti Aalto auf dem siebenten Rang endlich einmal Hoffnung für das finnische Skispringen. Aalto zeigte bereits in Training und Qualifikation starke Sprünge und konnte das mit 123 und 127 Metern auch im Wettkampf umsetzen.

Erwähnenswert ist unbedingt auch der 12. Platz von Viktor Polasek für das tschechichte Team. Einziger Schweizer im zweiten Durchgang war Killian Peier auf dem 17. Rang. Der Italiener Alex Insam als 28. konnte auch ein paar Weltcuppunkte sammeln.

In der nächsten Woche geht es dann in den hohen Norden, wo in Ruka die nächsten Wettkämpfe auf dem Programm stehen.

 

Offizielles Ergebnis Wettkampf

Aktueller Stand Gesamtwertung

 

 

 

 

 

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