Nicht der Tag der Außenseiter in Wisla

Kategorie: News Weltcup Veröffentlicht: Donnerstag, 15. Januar 2015 Geschrieben von Bärbel Schulze

Gregor Deschwanden
Auch in Wisla spielte heute der Wind wieder eine ziemlich große Rolle beim Weltcup der Skispringer. Bereits in der Qualifikation am Vormittag wehte der Wind aus sehr unterschiedlichen Richtungen, so dass unter anderem Andreas Kofler, Jurij Tepes, Marinus Kraus und Jan Matura schon die Segel streichen mussten. Der erste Durchgang des Wettkampfes ging noch relativ glatt über die Bühne, doch ein Finaldurchgang konnte dann gar nicht mehr gestartet werden. Somit zählte das Ergebnis des ersten Sprungs.

Doch auch hier hatten die Aussenseiter kein Glück bzw. nicht den guten Sprung, den sie gebraucht hätten. Doch immerhin konnte Gregor Deschwanden aus der Schweiz zufrieden sein, der mit seinem Sprung auf 124 Meter den 18. Platz belegte und somit sein bisher bestes Ergebnis in dieser Saison erzielen konnte.

Für Vladimir Zografski aus Bulgarien, der in Training und Qualifikation, wo er sogar den dritten Platz belegte, drei richtig gute Sprünge zeigen konnte, war es sehr schade, dass er als 32. die Punkteränge knapp verpasste. Ähnliches trifft auf Ilmir Hazetdinov aus Russland zu, der am Ende 37. wurde, doch damit immerhin noch einen Platz vor Gregor Schlierenzauer lag. Auch für Vladislav Boyarintsev und Dimitry Vassiliev aus dem russischen Team, die auf den Plätzen 41 und 42 landeten, reichte es heute nicht für die Punkte, die für die besten Dreißig vergeben werden. Nick Alexander aus den USA, für den die Teilnahme am Wettkampf schon ein Erfolg war, belegte den 44. Platz. Er kam übrigens nur als "Nachrücker" in den Wettkampf, da der Norweger Anders Bardal einen sehr weiten Sprung nicht ordentlich landen konnte und sich das Handgelenk brach. Die beiden Italiener Federico Cecon und Sebastian Colloredo beendeten das Springen auf den Plätzen 49 und 50.

Sieger mit einem Sprung auf 129,5 Meter und 136,7 Punkten wurde der Vierschanzentourneegewinner Stefan Kraft aus Österreich vor dem Slowenen Peter Prevc, der zwar 131,5 Meter weit sprang, doch nur 134,5 Punkte bekam. Den drittenPlatz holte sich mit Severin Freund, der131,1 Punkte für seine 129,5 Meter erhielt, der Sieger des Skifliegens vom Kulm.

Der Weltcupzirkus bleibt in Polen, bereits am Freitag findet in Zakopane die Qualifikation für das Einzelspringen am Sonntag statt, während für Sonnabend ein Teamwettkampf geplant ist.

Gute Neuigkeiten gibt es auch von Nick Fairall aus den USA, der in Bischofshofen so schwer stürzte. Eine Woche nach seiner Operation heißt es nun, daß er seine Beine wieder spüren könne. Das läßt die Hoffnung zu, daß er wieder ganz gesund werden wird. Trainer Bine Norcic sprach nach dem Wettkampf in Wisla mit dem norwegischen Fernsehen NRK. Er sagte: "Das Gefühl in den Beinen ist zurück. Es kommt langsam, aber sicher. Die Ärzte sind sehr optimistisch, dass alles wieder gut wird. Wir alle glauben, dass er wieder gesund wird. Er ist jung, stark und ein positiver Mensch. Das ist genau das, was wir brauchen, damit er wieder gesund wird. Alles wird gut werden".

Wer ihm bei der Deckung der Kosten der Rehabilitation helfen möchte, hier kann gespendet werden.

 

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