Evgeniy Klimov: Mein Ziel für die kommende Saison - so gut wie möglich springen

Kategorie: Interviews Veröffentlicht: Montag, 15. Juni 2015 Geschrieben von Bärbel Schulze

Evgeniy Klimov
Für die russische Skisprungseite "tramplin.perm.ru" führte Dasha Mashkina ein Interview mit Evgeniy Klimov, das sie für uns auf Deutsch übersetzte:

Evgeniy Klimov wurde am 3. Februar 1994 in Perm geboren. Mit 7 Jahren begann er, für die Nordische Kombination zu trainieren. Seinen ersten Auftritt mit der russischen Nationalmannschaft hatte der junge Sportler in der Saison 2011/2012. Gleich bei seinem ersten Wettkampf zwang er die ganze Sportwelt, sich seinen Namen zu merken – er gewann den Skisprungteil. Aber leider konnte Klimov auf der Loipe mit der Elite der Nordischen Kombination nicht mithalten.

Am Ende der vergangenen Saison traf der 21jährige Sportler die Entscheidung, die Sportart zu wechseln und kam zum Skispringen. In dem Interview präsentieren wir das Gespräch mit dem Neuling in der russischen Skisprungnationalmannschaft, Evgeniy Klimov.

-          Hallo, Evgeniy! Wie fühlst du dich als „reiner“ Skispringer? Wie lief die Saisonpause? Hast du dich gut erholt?

E.K. Hallo, Dasha! Ehrlich gesagt fühle ich mich noch nicht als „reiner“ Skispringer. Mein Sportartwechsel geht allmählich und ich kann nicht sagen, dass es irgendwelche Unterschiede in der Saisonvorbereitung zu der vergangenen Saison gibt. Die Saisonpause war richtig gut, ich konnte mich sehr gut von der anstrengenden Saison erholen.

-          Ich habe gehört daß du ein individuelles Trainingsprogramm für den Sommer Grand Prix hast, ist das wirklich so?

E.K. Ja, ich habe so ein spezielles Programm und führe es mit meinem persönlichen Trainer durch. Und wir planen in einigen Wettkämpfen beim Grand Prix zu starten. Die Sache geht in Ordnung – zur kommenden Saison werde ich bereit sein!

-          Und weißt du schon an welchen SGP-Stationen du teilnimmst?

E.K. Nein, das weiß ich noch nicht, das wird später bekannt gegeben. Meine Teilnahme an Wettkämpfen hängt von meinen Sprüngen ab.

-          Ich weiß, dass du ein Trainingslager in Chaikovskiy gemacht hast, aber ohne die Nationalmannschaft. Wann bist du mit dem Team zusammen unterwegs?

E.K. Über gemeinsame Trainingslager kann ich jetzt nichts sagen. Aber ich fahre bestimmt zum COC in Kranj mit dem Team, hoffentlich gehe ich da an den Start.

-          Wie wurdest du vom Team aufgenommen? Hast du ein gutes Verhältnis zu den Jungs? Und zu den Sportlern aus anderen Nationen?

E.K. Ich kann mich nicht beschweren. Ich komme sowohl gut mit den Jungs aus dem Nationalteam zurecht, als auch mit Sportlern aus anderen Nationen.

- Und hast du einen Lieblingsskispringer?

E.K. Ich habe schon mehrmals gesagt, dass der Flugstil von Gregor Schlierenzauer mir gefällt. Ich denke, er ist mein Lieblingsspringer.

-          Haben die Medaillen von der Universiade dir Selbstvertrauen gegeben? Haben sie eine Rolle in deiner Entscheidung, die Sportart zu wechseln, gespielt?

E.K. Jeder Auftritt im Skispringen gab mir Selbstvertrauen. Was konkret die Universiade betrifft, hat es sicher eine Rolle in meiner endgültigen Entscheidung gespielt.

-          Und hast du dir schon irgendwelche Ziele für die kommende Saison gesetzt?

E.K. Ja, natürlich, habe ich das schon! Mein Ziel für ankommende Saison – so gut wie möglich zu springen, und möglichst wenig auf die Top-Skispringer zu verlieren.

-          Sehr viele Skispringer haben andere Sportarten als Hobby, z.B. Volleyball, Golf usw. Was kannst du dazu sagen? Wie verbringst du deine Freizeit?

E.K. Hier bin ich keine Ausnahme. Ich spiele sehr gerne Volleyball, Fußball, Tennis und Tischtennis. Und ich verbringe meine Freizeit mit Freunden.

Die Skisprungwelt kennt schon gute Beispiele von erfolgreichen Wechseln von Sportlern der Nordischen Kombination zum Skispringen. Wir wünschen dir viel Erfolg in der kommenden Saison! Danke für das Gespräch!

 

Dasha Mashkina/ tramplin.perm.ru

 

Interview auf Russisch

 

 

 

 

 

 

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