Bei der olympischen Premiere für die Damen von der Großschanze krönte sich Anna Odine Stroem nach ihrem Sieg von der Normalschanze nun zur Doppelsiegerin. Die Norwegerinnen dominierten den Wettkampf, in dem sie nach dem ersten Durchgang die Plätze 1 bis vier belegten. Dort lag Eirin Maria Kvandal mit 129 Metern noch in Führung, während Anna Odine Stroem 130 Meter weit sprang. Im Finale drehte sich dann das Bild, auch wenn Kvandal 133,5 Meter weit sprang und Stroem bei 132 Metern landete. Doch die bessere Landung machte am Ende einen Unterschied um 2,1 Punkte zugunsten von Stroem aus. Für Nika Prevc sollte es auch von der großen Schanze nicht zu Gold reichen. Nach 128 Metern und lediglich Platz 5 steigerte sich die Slowenin im Finale und landete bei 127,5 Metern. Doch zur Goldmedaille reichte es um 13,3 Punkte nicht, doch immerhin Bronze blieb der Überfliegerin des Weltcups, was sie jedoch nicht trösten wird.

Einen sensationell guten Wettkampf lieferte Frida Westman, die einzige Schwedin im Skisprungzirkus, ab. In beiden Durchgängen verkürzte ihr Trainer Roar Ljoekelsoey wie gewohnt die Anlauflänge, um seine verletzungsgeplagte Athletin vor Schaden zu bewahren. Frida Westman landete bei 129,5 und 127,5 Metern, was jedoch nicht reichte, um die erforderlichen Zusatzpunkte für die Verkürzung zu bekommen. So blieb ihr zwar ein sehr guter vierter Rang, doch leider keine olympische Medaille.
Für die DSV-Damen lief es gar nicht gut, sie hatten vor allem im ersten Durchgang, wie eine Reihe anderer Athletinnen auch, sehr viel Rückenwind, was Katharina Schmid bei ihrem letzten olympischen Wettkampf gar die Finalteilnahme kostete. Beste Deutsche war am Ende Agnes Reisch, die sich noch von Platz 13 auf 10 verbesserte.
Mitfavoritin Abigail Strate wurde Elfte, Jenny Rautionaho 12. und Annika Sieff bei ihren Heimspielen 13. Ziemlich gebeutelt wurden die US-Damen, die eigentlich zu dritt in den Finaldurchgang einzogen. Paige Jones, die anschließend verkündete, dass dieser Wettkampf ihr letzter war, belegte den 28. Platz, Annika Belshaw wurde wegen zu langer Ski disqualifizert und Josie Johnson, die sich möglicherweise verletzte, trat zum Finale nicht mehr an.
Offizielles Ergebnis Wettkampf
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