Noriaki Kasai und Simon Amman teilen sich Sieg in Kuusamo

Kategorie: News Weltcup Veröffentlicht: Samstag, 29. November 2014 Geschrieben von Bärbel Schulze

Noriaki Kasai
Der zweite Einzelwettkampf in Kuusamo löste heute bei den Beteiligten und den Zuschauern ein wahres Wechselbad der Gefühle aus. Es wehte wieder ein Wind von durchschnittlich 5-6 m/s und dementsprechend mußten die Springer immer wieder warten, bis sie heruntergelassen wurden. Doch Andreas Wellinger bekam die Kraft des Windes heftig zu spüren, er stürzte schwer und wurde mit Schmerzen in der Schulter und Verdacht auf Schlüsselbeinbruch ins Krankenhaus gebracht.

Gleich zu Beginn des zweiten Durchgangs erwischte es den jungen Slowenen Anze Lanisek. Doch hier war nicht der Wind beteiligt, sondern es löste sich während des Flugs der Clip aus dem Schuh, Lanisek verlor den Ski und stürzte aus ziemlicher Höhe auf den Hang. Auch er mußte ins Krankenhaus gebracht werden.

Doch der Wettkampf konnte dann doch noch bei halbwegs normalen Bedingungen zu einem guten Ende beführt werden. Es gewannen punktgleich die beiden Routiniers, die bereits gestern auf dem Podest standen, nämlich Noriaki Kasai und Simon Ammann, zusammen 75 Jahre alt! Nori, der nach dem ersten Durchgang und seinem Sprung auf 145 Meter in Führung lag, ließ dann noch einen Versuch auf 131,5 Meter folgen. Simon Ammann lag nach 135,5 Metern vom ersten Durchgang nur auf dem 6. Platz, doch er trumpfte im Finale mit 144 Metern auf. Am Ende hatten die beiden Sympathieträger genau die gleiche Anzahl von 272,2 Punkten auf ihrem Konto zu stehen und freuten sich gemeinsam über ihren Coup.

Der dritte Platz ging an Severin Freund vom DSV, der sich noch vom siebenten Platz nach dem ersten Durchgang bis auf das Podest vorarbeiten konnte. Er sprang 135 und 137,5 Meter und bekam 268,7 Punkte.

Für die Springer der kleineren Nationen gab es diesmal nichts zu holen. Die Qualifikation überstanden nur zwei von ihnen, der Franzose Vincent Descombes Sevoie und Mikhail Maksimochkin aus Russland, der am Donnerstag nur haarscharf einem bösen Sturz entkommen war. Doch heute im Wettkampf gelang Maksimochkin bei schweren Bedingungen nur ein Sprung auf 107 Meter, die den 40. Platz bedeuteten. Vincent Descombes Sevoie hatte auch kein Glück, für ihn war nach nur 92,5 Metern und Platz 48 Schluß.

Der Weltcuptroß zieht nun weiter nach Norwegen, wo am nächsten Wochenende in Lillehammer zwei Wettkämpfe für die Herren stattfinden und dann auch die Damen in den Weltcup einsteigen werden.

 

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